der Gartenkegelclub

Keukenhof

Es ging los ! Samstags ! Morgens ! Frühmorgens ! Sehr früh Morgens ! Um 04:40 Uhr. Mit dem Lieb „ Wenn der Frühling kommt dann schick ich dir....“ auf den noch geschlossenen Lippen, fanden wir uns an dem abfahrbereiten Luxusbus ein. Die Autobahnen A7 und A44 wurden von uns im Schlaf bewältigt. Erste kurze Pause auf der Raststätte Haarstrang. Achtung einen halben Euro bereithalten. Toilettenbenutzungsentgeld. Munteres Geplauder begleitete uns bis zur Frühstückspause. ( ich weiss den Namen der Raststätte nicht mehr) Unmittelbar nach der Pause begann der Bus mit der Anfahrt auf den Keukenhof. An Hand der Formulierung kann der geneigte Leser erkennen, dass es sich um eine längere Aktion handelte. Zusammen mit Bussen aus aller Herren Länder und PKW‘s aus den selben, ging es mit einen durchschnittlichen Tempo von 5,0 km/h auf den Parkplatz des Keukenhofes zu. Bei der Einfahrt auf den Busparkplatz neue Informationen über Lautsprecher:“ Der Corso kommt zwischen 15:00 Uhr und 15:30 an dem Kreisverkehr dort vorbei !!!“ Damit reihte sich der Bus in die lange Reihe parkender Busse ein. Laut Aussage eines polyglotten, kompetenten Busparkplatzwärters standen auf den umliegenden Parkplätzen bereits 899 Busse. Der durchschnittliche Reisebus bringt ca. 50 Tulpenfreunde den Zwiebeln näher. In den Flyern des Keukenhofes werden den Freunden der bunten Zwiebelgewächse 7 Millionen der Blumen angekündigt.

Rechnung :

7 000 000 Tulpen geteilt durch 900 Busse macht 7777,7 Tulpen pro Bus

( Maßeinheit : TuBu).

7777,7 TuBu geteilt durch 50 Blumenfreunde pro Bus macht 155,5 Tulpen pro Gast

(Maßeinheit : TuGa).

Also aufgerundet 156 TuGu.

Das ist überschaubar. Das kann man schaffen. Das ist dem Eintrittspreis von 12,50 Euro angemessen.

Halt !

 

Ein Rechenfehler ! Ich habe die individuell reisenden Touristen (Auto, Bahn, Binnenschiff und in Holland nicht zu unterschätzen per Fahrrad - Fietz vergessen. Ich darf mir also nur ein Tulpen-Blüten-Blatt ansehen und das habe ich gesehen.

Mehr noch. Zwischen den vielen Besuchern waren wunderschöne Tulpen in einer grandiosen Vielfalt auszumachen. Nicht nur Freilandtulpen erfreuten das gestresste Auge. Auch in den Hallen, in denen deutliche höhere Temperatur als im gärtnerischen Freiland herrschten, waren viele Spielarten der Gattung Liliaceae zu sehen. Kaffee im Keukenhof. Auch Auch hierzu muss ich eine kleine Anmerkung machen. 22mm Kaffee in einen Becher mit einen Radius von 22 mm für 2,00 Euro. ( Das waren mal 4,-- DM oder ??? Gulden) Wahrscheinlich Jan- Heinjes goldene Bohne !

Es ist 15:00 Uhr. Wir folgen den gerade montierten Schildern CORSO >>> . Wir verlassen den Park, aber nicht ohne zu fragen, ob und wo wir wieder reinkommen. Draußen der erste Kreisverkehr ! Wir nehmen am Kantstein Aufstellung. Nur ein Teil unserer Gruppe. Unstimmigkeiten ??? Die anderen wollten noch weiter gehen. Das weitere Bestehen unserer Kegelgruppe haben wir einen niederländischen Polizisten zu verdanken der uns mitteilte:“ An dieser Kreuzung bin nur ich zu besichtigen. Der Corso kommt an der nächsten Kreuzung vorbei. Ich bin auch ganz schön. bleiben sie ruhig hier und schauen sie mich an.“ Das wollten wir nicht. Gemeinsam mit den Fahrgästen der oben beschriebenen 900 Bussen strebten wir der nächsten Kreuzung zu. Dort konnten wir keine Aufstellung an den Kantsteinen nehmen, da diese durch mehrere Reihen Schaulustiger, unterbrochen von einigen Blumenbeeten, für uns unerreichbar waren. Nachdem sich einige der Schaulustigen auch als kampflustig erwiesen und die Ellbogen einsetzten, traten wir den Rückzug an. Wieder zurück im Park plagte uns ein Hungergefühl. Die Parkrestaurants hatten einiges zu bieten.

 

Karte Wanderung

Eingangsbereich Keukenhof

Karte Wanderung

Genau wie in unseren Garten

Karte Wanderung

Tulpenwanderung

Karte Wanderung

Tulpen über Tulpen

Karte Wanderung

Draussen und drinnen

Karte Wanderung

Tulpen

 

Narzissus und Tulipan, die ziehen sich viel Schöner an als Salomonis Seide.

( Paul Gerhardt 1653)

 

Ein interessantes Wochenende

Beispiel :

Menü Tulpe

Preis pP: / 19,50

Tagessuppe

✼✼✼

Sortiment fein belegter Brötchen mit ua.

Beinschinken, Bauernkäse und Räucherlachs.

Minimuffins

✼✼✼

Obstkörbe

✼✼✼

einschl. Kaffee / Tee / Milch und Buttermilch ohne Limit.

Dieses Menü wird auf dem Tisch bereitgestellt.

Wir haben uns dann doch für die bekannt guten, holländischen Pommfritz entschieden. Gegen 17:00 Uhr war der Bus wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Das Hotel wartete. Nach einer kurzen Fahrt von 98 Minuten trafen wir an dem etwas abgelegten Hotel ein. Wenn in einem Hotel, wo es im Umkreis von mehren Kilometern nur einen Flughafen oder ähnliches, aber kein weiteres Restaurant außer dem hoteleigenen gibt, werden die Plätze in dieser Einrichtung sehr schnell knapp, wenn ein voller Reisebus eintrifft. (Erfahrung früherer Reisen !)

Ich hatte daher vorgeschlagen, dass die Frauen - während wir uns mit dem Gepäck beschäftigen - sofort auf die rennen, die Handtücher holen und in dem Restaurant die Plätze sichern. Die Holländer kennen das von Mallorca.

Es war aber nicht erforderlich. Etwas 10 min vom Hotel, - Richtung England - fanden wir ein kleines Lokal, in dem wir gut und auch noch relativ preiswert, gerade noch essen konnten.

Der Tag hatte früh begonnen. Darum endete der Barbesuch auch schon vor Mitternacht.

Der zweite Tag :

Des morgens um 07:30 Uhr oder 08:00 Uhr war Frühstück angekündigt. Der Holländer an sich, schläft am Sonntag gerne etwas länger, also Frühstück ab 08:00 Uhr. Sehr zu empfehlen sind die kleinen neutral schmeckenden Pfannkuchen.

Sachen gepackt und ab in den Bus. Zurück zum Keukenhof, aber nur knapp daran vorbei ging es zunächst in einen kleineren Blumenpark. Dort hatten wir die Möglichkeit die eine oder andere Zwiebel für die heimische Scholle zu erstehen. ( Der angekündigte Film über das erdnahe Liebesleben der Tulpe Roberto konnte aus technischen Gründen nicht gestartet werden.)

Der Fahrer mahnte zur Eile. Wartete doch Jan van de Bootche bereits an der Heineken Gracht auf seinen Rundfahrtschiffchen. Gut 1 1/2 Stunden glitten gerade, schiefe, breite und schmale Häuser an uns vorbei. Es gab Häuser mit und ohne kleine Gärten und welche in denen das Wasser bis zur Kellerdecke stand. (Hausboote) Die verbleibende Zeit, nach der Rundfahrt, stand zur freien Verfügung, die hauptsächlich genutzt wurde eine freie Toilette zu suchen. Leider ohne richtigen Erfolg. Merken: Beim nächsten Besuch von Amsterdam und umliegenden Ortschaften das DIXI nicht vergessen.

Letzte Attraktion des erlebnisreichen Wochenendes war der Besuch einer Käserei mit angegliederter Holzschuhproduktion. Jetzt fragt sich der unbedarfte, busreisende Rentenanwärter:“ Wie hängt das zusammen !“ Gelüftet wurde das Geheimnis auf dem Bauernhof Maris van de Holzkas. Zunächst wurden wir in die Produktion der Holzschuhe eingeweiht. Einhundert Paar Holzschuhe entstanden in dem kleinen Betrieb pro Woche und alle mit Fußbett. Danach erhielten wir einen kleinen Einblick in die Produktion von Gouda und erfuhren das diese nichts mit der Schuhherstellung zutun hat. In dem anschließenden Verkaufsraum konnten wir Gouda unserer Wahl erstehen. (Nuss, neutral, mit Kräuter, mit Knoblauch, mit Bärlauch usw.) Auch einige hundert Holzschuhe verschiedener Größen warteten auf entsprechende Füße. Auf dem kleinen Hof konnte unser Fahrer sein Können unter Beweis stellen. Der Bus wurde gewendet und stand nun in Richtung Bovenden bereit.

Zwei Pausen unterbrachen die Rückfahrt die gegen 21:30 Uhr endetet.